Zuschüsse

Bundesweite Individualzuschüsse

 

In neun unserer 16 Bundesländer können Familien noch Individualzuschüsse zum Urlaub in gemeinnützigen Familienferienstätten beantragen. Damit erhalten einkommensschwache Familien die Möglichkeit, Erholungsurlaub zu genießen, den sie sich sonst vielleicht nicht leisten könnten.

Die Zuschüsse müssen von den Familien innerhalb ihres Bundeslandes beantragt werden. Einen Rechtsanspruch auf Förderung gibt es nicht. Da die Kosten für einen Ferienaufenthalt durch einen »Individualzuschuss« deutlich niedriger ausfallen, lohnt sich eine Erkundigung bei der zuständigen Stelle immer.

 

Detaillierte Informationen über Ansprechpartner/innen vor Ort, die Ihnen über die Antragsverfahren, die Einkommensgrenzen und die Höhe der Zuschüsse Auskunft geben können:
 

Informationen zum Antragsverfahren und Höhe der Zuschüsse

Zuschüsse zur Familienerholung im Bundesland Bayern

 

Weitere Infos zur Familienerholung

 

Anspruchsvoraussetzungen:

 

- Der Hauptwohnsitz der Familie ist in Bayern

 

- Es handelt sich um einen gemeinsamen Familienurlaub von Familien mit Kindern, für die Kindergeld bezogen wird. Familien sind nach der Rahmenvereinbarung Eltern, Elternteile, Pflegeeltern, allein erziehende Mütter und Väter und ihre Kinder, für die sie Kindergeld beziehen. Ein getrennt lebender Elternteil, der mit seinen Kindern in den Urlaub fahren möchte, für die der andere Elternteil aber das Kindergelld bezieht, kann grundsätzlich auch für sich und die Kinder die Förderung erhalten. Das gleiche gilt für sog. Patchworkfamilien.

 

- Großeltern, die mit ihren Enkelkindern verreisen, können dann eine Förderung erhalten, wenn die Eltern aus einem wichtigen Grund nicht am Urlaub teilnehmen können. Ein wichtiger Grund ist zum Beispiel eine schwere Erkrankung der Eltern. Kein Ausnahmefall ist es, wenn die Eltern arbeiten müssen und keinen Urlaub nehmen können. Eine Förderung für die Großeltern ist auch dann nicht möglich, wenn ein Elternteil an dem Urlaub teilnimmt.

Leben die Enkelkinder bei den Großeltern und beziehen diese auch das Kindergeld für die Enkel können die Großeltern eine Förderung beantragen.

Urlaube von Eltern ohne ihre Kinder, bzw. Kinder ohne ihre Eltern werden nicht gefördert.

 

- Gefördert wird ein Familienurlaub in einer Familienfereinstätte in Bayern. Während der bayerischen Schulferienzeit ist ein Familienurlaub in einer Familienferienstätte im ganzen Bundesgebiet förderfähig.

Familienferienstätten im Sinne der Rahmenvereinbarung sind die im Verzeichnis der förderfähigen Familienferienstätten aufgeführten Einrichtungen. Urlaube in Privatunterkünften oder anderen Ferienstätten werden nicht gefördert.

 

Wichtiger Hinweis!

Die Förderung des Freistaates Bayern kann nicht für Erholungsaufenthalte in allen Familienferienstätten Deutschlands gewährt werden.
 

Übersicht der Familienferienstätten mit bayerischer Förderung

 

- Der Familienurlaub muss mindestens 6 Verpflegungstage umfassen, es werden höchstens 14 Verpflegungstage gefördert. Der An- und Abreisetag gelten zusammen als ein Verpflegungstag.

 

- Gefördert wird jährlich ein Familienurlaub. Die Höchstförderdauer von 14 Verpflegungstagen kann nicht aufgeteilt werden (z.B. in zwei Urlaube zu je 7 Verpflegungstagen).

 

- Die Familie muss an einem Angebot der Eltern- und Familienbildung teilnehmen.

 

- Das Familiennettoeinkommen des vorvergangenen Kalenderjahres vor dem Familienurlaub liegt unterhalb folgender Einkommensgrenzen:

für allein erziehende Eltern mit einem Kind     19.000 €

für beide Eltern mit einem Kind                       20.500 €

für jedes weitere Kind                                       4.800 €

Es zählen nur Kinder, für die Kindergeld bezogen wird.

 

Verfahrensweise

 

Nach Eingang des Antrags und der entsprechenden Unterlagen wird der grundsätzliche Anspruch geprüft und Sie erhalten einen Bescheid darüber, ob eine Förderung gewährt wird und ggf. wie hoch diese maximal sein wird. Zudem erhalten Sie einen Bestätigungsvordruck übersandt, der von der Familienferienstätte am Ende Ihres Urlaubes ausgefüllt werden muss. Bitte senden Sie diese Bestätigung umgehend nach Ihrem Urlaub an das Zentrum Bayern Familie und Soziales zurück.

Nach Eingang dieser Bestätigung werden die Angaben überprüft und die zustehende Zuwendung an Sie ausbezahlt. Wenn die Bestätigung nicht innerhalb von 3 Monaten nach Ende des bewilligten Reisezeitraumes eingereicht wird, so erlischt die Bewilligung automatisch. Die in Aussicht gestellte Zuwendung wird dann nicht mehr ausgezahlt.

 

Welche Unterlagen werden benötigt?

 

- Kopie eines aktuellen Kontoauszuges (mit Namen des Kontoinhabers) oder eine Bezügemitteilung zum Nachweis des Kindergeldbezuges (immer erforderlich)

 

- Einkommensteuerbescheid des vorvergangenen Jahres (eine Lohnsteuerbescheinigung allein genügt nicht). Wenn Sie nicht zur Einkommensteuer veranlagt werden oder ein entsprechender Einkommensteuerbescheid noch nicht erteilt wurde, wird das anzuerchnende Einkommen mit einem entsprechenden Einkommensfragebogen ermittelt (S. 4 des Antragsvordruckes)

oder

ein aktueller Bescheid über Leistungen nach dem SGBII (Arbeitslosengeld II) bzw. XII (Sozialhilfe) an Stelle des Steuerbescheides oder Einkommensfragebogens, wenn Sie diese Leistungen zum Zeitpunkt der Antragstellung und voraussichtlich auch im Zeitraum des beantragten Urlaubes beziehen.

 

Ermittlung des anzurechnenden Einkommens

 

Bei Familien, die Leistungen nach SGB II oder SGB XII beziehen, gelten die Einkommensvoraussetzungen für die Förderung als erfüllt.

 

Berücksichtigt wird die Summe aller positiven Einkünfte des vorvergangenen Jahres im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 Einkommenssteuergesetz.

Dies sind:

- der Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung und bei sonstigen Einkünften (§22 EStG)

- der Gewinn bei Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, selbständiger Arbeit

Abzüglich:

- 27% der Einkünfte als Pauschale für Steuer und Sozialabgaben, bzw. 22 % bei versicherungsfreien oder nicht der gesetzlichen rentenversicherungspflicht unterliegenden Arbeitnehmern (Beamte, Richter, Soldaten, etc.)

- Unterhaltszahlungen an Kinder, für die die Einkommensgrenze nicht erhöht wurde sowie an sonstige Personen, soweit die Leistungen nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 oder § 33a Abs. 1 EStG berücksichtigt werden (an Eltern, geschied. Ehegatten etc.)

- Pauschbetrag entsprechend § 33b Abs. 1-3 EStG wegen der Behinderung eines Kindes, für das die Eltern Kindergeld erhalten, sowie für den Antragsteller und dessen Lebenspartner

Hinzukommen:

Transferleistungen wie z.B. Arbeitslosengeld I, Elterngeld, Renten aus der gesetzlichen Sozialversicherung etc. Verluste in einer Einkunftsart, Freibeträge für Landwirte und Alleinerziehende sowie Verlustvorträge werden nicht berücksichtigt.

Kein Einkommen sind: Kindergeld, Kindergeldzuschlag, Landeserziehungsgeld, Betreuungsgeld, Kindesunterhalt, Waisenrenten etc.

 

Verringerung des Familieneinkommens:

Der Einkommensberechnung wird das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen der sechs vor der Antragstellung liegenden Kalendermonate zugrunde gelegt, wenn der Antragsteller dies unter Darlegung einer gewichtigen Änderung der Lebenssituation (z.B. Verlust des Arbeitsplatzes, Scheidung etc.) beantragt.

 

Wie hoch ist die Zuwendung?

Die Höhe der Föderung bemisst sich nach der Anzahl der Verpflegungstage und beträgt

 

für jedes berücksichtigungsfähige Kind und

jeden berücksichtigungsfähigen Erwachsenen bis zu 15,00 €/Tag

für jedes berücksichtigungsfähige Kind mit Behinderung bis zu 20,00 €/Tag

 

Die Behinderung muss mit einem Feststellungsbescheid nach dem SGB IX oder mit einem Schwerbehindertenausweis nachgewiesen werden. Ein ärztliches Attest genügt nicht.

 

Im Antrag sind die voraussichtlichen Ausgaben für den Familienurlaub anzugeben.

Die Zuwendung beträgt maximal 90% der voraussichtlichen Ausgaben, da 10% Eigenmittel anzusetzen sind.

 

Die Zuwendung wird nur dann ausgezahlt, wenn alle Anspruchsvoraussetzungen auch tatsächlich erfüllt wurden.

 

Alle im Zusammenhang mit dem Familienurlaub getätigten Ausgaben (z.B. KOsten der Familienferienstätte, Fahrtkosten, Restaurantbesuche, Supermarkteinkäufe) müssen nachweisbar sein. Die Belege für die Ausgaben sind zu sammeln und auf Verlangen beim ZBFS vorzulegen.

 

 

Zuständige Stellen und Antragsverfahren
Groß- und Mehrlingsfamilien aus Bayern stellen ihre Anträge bitte beim Familienreferat.

 

Alle weiteren bayerischen Familien stellen ihre Anträge bitte hier:

 

Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS)
Team VI 5, Hegelstr. 2, 95447 Bayreuth
Tel.: 0921-605-3688

(Mo-Do 9.00 bis 11.30 Uhr)

Fax: 0921-605-3904
E-Mail: familienerholung.familienbildung@zbfs.bayern.de


Bitte beachten Sie, dass der Antrag bis spätestens 3 Wochen vor Antritt des Erholungsaufenthaltes gestellt sein muss.

Die Auszahlung der Zuschüsse erfolgt unverzüglich nach Vorlage einer Bestätigung der Familienferienstätte bzw. des Trägers der Familienferienstätte über den Aufenthalt und die Teilnahme an einem Angebot der Eltern- und Familienbildung beim ZBFS. Die Auszahlung erfolgt unmittelbar an die Familien.

 

Fragen zu Urlaubsangeboten und -zielen beantworten auch:

Caritasverband für die Diözese Augsburg e. V.
-Fachgebiet Vorsorge/Rehabilitation-
Auf dem Kreuz 41
86152 Augsburg
Tel: 08 21 / 31 56 – 3 03
Fax: 08 21 / 31 56 – 2 88
E-Mail: kur@caritas-augsburg.de

Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg e. V.
-Abteilung Familienhilfe-
Obere Königstraße 4 b
96052 Bamberg
Tel: 09 51 / 86 04 – 4 36
Fax: 09 51 / 86 04 – 3 34 36
E-Mail: claudia.suck@caritas-bamberg.de
Internet: www.familienerholung-bamberg.de

Caritasverband für die Diözese Eichstätt e. V.
-Referat Kur und Erholung-
Residenzplatz 14
85072 Eichstätt
Tel: 0 84 21 / 50 - 9 66
Fax: 0 84 21 / 50 - 9 09
E-Mail: michaela.gobleder@caritas-eichstaett.de

Amt für Gemeindedienst in der Evang.-Luth. Kirche Bayern
-Familienerholung-
Sperberstraße 70
90461 Nürnberg
Tel: 09 11 / 43 16 – 1 91
Fax: 09 11 / 43 16 – 1 03
E-Mail: familienerholung@afg-elkb.de

Diakonisches Werk der Evang.-Luth. Kirche Bayern
Pirckheimerstraße 6
90408 Nürnberg
Tel: 09 11 / 93 54 – 4 37
Fax: 09 11 / 93 54 – 4 71
E-Mail: herberth@diakonie-bayern.de

Caritasverband für die Diözese Regensburg e. V.
-Erholungs- und Familienhilfe-
Von-der-Tann-Straße 7
93047 Regensburg
Tel: 09 41 / 50 21 – 1 26
Fax: 09 41 / 50 21 – 1 25
E-Mail: R.Bach@Caritas-Regensburg.de

Familienwerk der Diözese Passau
Domplatz 7
94032 Passau
Tel: 08 51 / 3 93 – 61 01
E-Mail: referat.ehe-familie@bistum-passau.de

Familienbund der Deutschen Katholiken in der Diözese Würzburg e. V.
Kürschnerhof 2
97070 Würzburg
Tel: 09 31 / 3 86 - 6 52 21
Fax: 09 31 / 3 86 - 6 52 29
E-Mail: fdk@bistum-wuerzburg.de

 

Weitere Zuschüsse

 

Groß- und Mehrlingsfamilien aus der Landeshauptstadt München (Stadtgebiet) können über den staatlichen Zuschuss hinaus von Seiten der Stadt München Zuschüsse für Ihren Familienurlaub erhalten. Informationen darüber erhalten Sie beim Familienreferat.

 

Groß- und Mehrlingsfamilien mit geringem Einkommen, welche im „Allgäuhaus“ in Wertach Ihren Urlaub verbringen wollen, können ebenfalls in den Genuss eines zusätzlichen Zuschusses kommen. Anfragen bitte an das Familienreferat.